Menü Back
Anzeigen
Maschi­nen­bau­tech­niker (m/w/d) Mechanik
FERCHAU Austria GmbH
Mag. Helga Forstner • Graz-Raaba
HR Assistenz (m/w/d), Teilzeit
Alicona Imaging GmbH • Raaba
Produktionsmitarbeiter (m/w/d)
Murexin GmbH • Wiener Neustadt
Jobangebote von Drittabietern

http://www.berndorf-stadt.at/

Berndorf (Niederösterreich)

160pxAbb. 1 Wappen von Berndorf (Niederösterreich)
Basisdaten
Höhe314 m
Fläche17.57 km2
PLZ2560
Vorwahl02672
KfzBN
Websitehttp://www.berndorf.gv.at
BürgermeisterFranz Rumpler (ÖVP)

Die Stadtgemeinde Berndorf mit Einwohnern (Stand ) liegt am Rande des Wienerwaldes im Triestingtal in Niederösterreich. Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung im 19. Jahrhundert wird sie auch als Krupp-Stadt bezeichnet.

Gemeindegliederung

Die Stadt besteht aus den Katastralgemeinden:

Ortsteile sind: Berndorf Stadt, Veitsau (Stadtteil), Kolonie (Sdlg.), St. Veit an der Triesting (Dorf), Steinhof (Dorf), Ödlitz (Dorf)

Nachbargemeinden

Geschichte

Funde aus den verschiedenen Epochen der Steinzeit belegen, dass bereits in der Gegend Ansiedlungen vorhanden waren.

Im Jahre 1133 wird im Göttweiger Salbuch ein Perindorf erwähnt, das seinen Namen vermutlich von einem Siedler namens Pero bekam, der sich mit einer Gruppe um 1070 hier niederließ. Auch in den Annalen der Abtei Kleinmariazell findet man 1136 das Stiftungsgut Perendorf.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde Berndorf oftmals von den Ungarn, später von den Türken verwüstet, ähnlich wie die anderen Orte im Triestingtal.

Bereits im 18. Jahrhundert siedelt sich hier ein metallverarbeitendes Gewerbe an, wie beispielsweise der Neuhirtenberger Kupferhammer, dessen Nachfolgebetrieb, die k. k. priv. Neuhirtenberger Fabrik metallener Maschinen, bereits 1836, zusätzlich zur Wasserkraft der Triesting, die erste – vor Ort verfertigte – Dampfmaschine in Niederösterreich einsetzte. Im 19. Jahrhundert wurde die Metallindustrie, infolge stetigen Ausbaus, zum Haupterwerb der rundum ansässigen Bevölkerung. Es gab um 1844 ungefähr 50 Häuser mit 180 Einwohnern, als der Betrieb unter Alexander Schoeller und Hermann Krupp die Besteckerzeugung mit 50 Arbeitern begann. Diese Firma entwickelte sich später unter Arthur Krupp zu einem Weltkonzern mit 6.000 Mitarbeitern. Die gesamte Entwicklung Berndorfs war eng mit der Geschichte der Kruppfamilie verbunden. So wurden von Arthur Krupp neben den Industriebetrieben eine private Volksschule und ein öffentliches Bad gebaut. Für den Zustrom der Arbeiter und Angestellten ließ Krupp die Stadtviertel Wiedenbrunn und Margareten auf Kosten des Unternehmens errichten sowie
, zwischen 1880 und 1918 insgesamt 260 Häuser mit über 1100 Wohnungen. Auch die neobarocke Margaretenkirche wurde von Krupp errichtet. Städtebaulicher Planer und teilweise ausführender Architekt war Ludwig Baumann.

1866 wurde Berndorf zur Marktgemeinde und 1900 zur Stadt erhoben. Damals zählte Berndorf an die 4.300 Einwohner. Die Firma Krupp beschäftigte 3.500 Mitarbeiter aus Berndorf und Umgebung. Mit Landesgesetz vom 26. April 1923 vereinigten sich Berndorf, St. Veit an der Triesting, Ödlitz und, bis dahin jeweils Teil der Ortsgemeinde Grillenberg, die Ortschaft Veitsau sowie die Rotte Steinhof zur Stadtgemeinde „Groß-Berndorf“.

Nach dem Anschluss im Jahr 1938 wurde die Firma Arthur Krupp dem deutschen Kruppkonzern eingegliedert.

Durch die ansässige Industrie war Berndorf auch ein wichtiges Ziel der alliierten Luftangriffe in den späteren Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges. Während der Kriegsjahre machten aber auch die Naturgewalten vor Berndorf nicht halt, wobei zwei Mal (in den Jahren 1939 sowie 1944) die Triesting die stärksten Hochwasser ihrer Geschichte führte und große Schäden anrichtete.

Nach Kriegsende wurde die Metallwarenfabrik von der sowjetischen Armee beschlagnahmt und den USIA-Betrieben eingegliedert. Sie wurde erst 1957 dem österreichischen Staat übergeben und mit den Vereinigten Aluminiumwerke Ranshofen (VAW) zur Vereinigte Metallwerke Ranshofen Berndorf AG (VMW) bzw. Austria Metall AG (AMAG) fusioniert.

Auf Grund von finanziellen Problemen der verstaatlichten Industrie Anfang der 1980er Jahre wurde Berndorf 1984 wieder aus dem VMW-Konzern ausgegliedert und 1988 separat durch Manager-Buy-Out als Berndorf AG privatisiert. Außerdem entstand die kleinere KMU, die aber in der gleichen Sparte tätig ist wie Berndorf.

Siehe auch: Geschichte Niederösterreichs, Geschichte des Wienerwalds

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts ist maßgeblich mit der Entwicklung der Berndorfer Metallwarenfabrik verbunden. Zur Zeit der Hochblüte dieses Industriebetriebs um 1910 hatte sich die Bevölkerung seit dem Beginn der statistischen Aufzeichnungen 1869 fast vervierfacht und erreichte mit 12.788 Einwohnern den historischen Höchststand. Danach reduzierte sich die Bevölkerung sukzessive, ehe sie 1981 mit 8.160 Personen ihren Tiefststand erreichte. Seitdem steigt die Bevölkerung wieder langsam an.

Partnerschaften

Politik

Der Gemeinderat hat 33 Mitglieder.

;Bürgermeister

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bildung und Forschung

Es gibt in Berndorf 5 Kindergärten, 3 Volksschulen, 2 Hauptschulen, ein Gymnasium, ein Sonderpädagogisches Zentrum mit einer Sonderschule und eine Musikschule.

Der Medauhof ist eine Forschungsstätte der Veterinärmedizinischen Uni Wien.

Verkehr

Persönlichkeiten

;Söhne und Töchter der Stadtgemeinde

Weblinks

Anmerkungen

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Berndorf (Niederösterreich)

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.