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http://www.bruckleitha.at/

Bruck an der Leitha

160pxAbb. 1 Wappen von Bruck an der Leitha
Basisdaten
Höhe156 m
Fläche23.81 km2
PLZ2460
Vorwahl0 21 62
KfzBL
Websitewww.bruckleitha.at
BürgermeisterGerhard Weil (SPÖ) ()

Bruck an der Leitha (, slowakisch und tschechisch Most nad Litavou) ist eine österreichische Stadt mit Einwohnern (Stand ) an der Leitha im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Bruck an der Leitha ist gleichzeitig Sitz der Bezirkshauptmannschaft des gleichnamigen Bezirkes.

Geografie

Geografische Lage

Bruck an der Leitha liegt am Fluss Leitha, am Rande des Leithagebirges, nur wenige Kilometer nördlich des Neusiedler Sees und an der Landesgrenze zum Burgenland und in der Nähe von Wien.

Die Gemeinde hat eine Fläche von Quadratkilometer. Davon sind 68 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 8 Prozent sind Gärten und 4 Prozent bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst zwei Ortschaften (Einwohner Stand ):

Eingemeindungen

1971 wurde Wilfleinsdorf eingemeindet.

Nachbargemeinden

Geschichte

Mittelalter

Um 800 n. Chr. konnte Karl der Große den Großteil der Awaren aus dem heutigen östlichen Niederösterreich weitgehend vertreiben. Dadurch wurde das Gebiet von fränkischen und bairischen Auswanderern besiedelt. Zu dieser Zeit entstanden erste Siedlungen in der heutigen „Altstadt“. 976 wurde Luitpold (Leopold) aus dem Geschlecht der Babenberger mit dieser Mark belehnt. Die Leitha bildete daher schon damals die Grenze zwischen dem damals benannten Ostarrîchi (Österreich) und Ungarn. Unter dem Schutz einer Burg im Norden – welches auf dem heutigen Gebiet von Schloss Prugg steht – vergrößerte sich das Siedlungsgebiet rasch. Im Jahr 1074 wurde Bruck an der Leitha als Ort Aschirichesprucca urkundlich erstmals erwähnt. 1239 (?) wurde der Stadt unter Leopold IV., dem Glorreichen († 1230) das Stadtrecht verliehen. Von 1276 an gewährte König Rudolf I. der Stadt einen festen Anteil aus den Mauteinnahmen.

Zum habsburgischen Herzogtum Österreich gehörend, wurde Bruck im Rahmen der Kriege zwischen dem ungarischen König Matthias Corvinus und Friedrich III. 1484 vom ungarischen Feldherrn István Dávidházy († 1484) erobert. Während des Feldzugs gegen Ungarn 1490 konnte Maximilian I. die Stadt wieder zurückerobern, indem Brucker Bürger den ungarischen Kommandanten gefangen setzten.

Neuzeit

Die Stadt überstand 1529 den Feldzug des osmanischen Reiches unter Sultan Süleyman I., erlitt allerdings schwere Verluste. Auch unter den späteren Feldzügen (heute Türkenbelagerung genannt) hatte Bruck als Grenzstadt zu leiden.

1546 erwarb Graf Leonhard IV. von Harrach die Herrschaft über Bruck an der Leitha. Von diesem Zeitpunkt an lebte die Stadt bis ins 19. Jahrhundert unter diesem Adelsgeschlecht. Nach der zweiten großen Türkenbelagerung 1683 erbauten die Einwohner der Stadt 1694 am Hauptplatz als Dank für den Sieg gegen die Osmanen und als Mahnmal gegen die Pest die Dreifaltigkeitssäule (auch Pestsäule genannt), welche heute noch steht.

Im gleichen Jahr wurde auch mit dem Bau der barocken Kirche begonnen (Bau bis 1702; ein späterer Ausbau ging erst 1738 zu Ende). Der heutige Kirchturm war früher ein einfacher Stadtturm, welcher dazu benutzt wurde, um vor sich nähernden Feinden, Feuer innerhalb der Stadt oder anderen Gefahren zu warnen. Die Burg im Norden der Stadt ließ Aloys Thomas Graf Harrach von 1707 bis 1711 von Johann Lukas von Hildebrandt zu dem auch heute noch benutzten barocken Schloss Prugg ausbauen.

Handwerk der Steinmetzen und Maurer in der Viertelstadt Bruck an der Leitha

Die Viertellade des Steinmetz- und Maurerhandwerkes von Bruck an der Leitha (wie auch von Kaisersteinbruch, Eisenstadt, Pottendorf) war der Wiener Neustädter Hauptlade zugeteilt. Das Zechbuch mit Kassa Einnahmen und Ausgaben belegt das nachdrücklich, ebenso das zeitliche Bestehen.Ein Beispiel:Empfang, den 4. Juni 1671 sind bei einem ehrsamen Handwerk auf eingelieferte Rechnungen von Khayser Steinbruch, Pruckh an der Leytha und Eysenstatt gefallen. . 15 Gulden 3 Kreuzer.Ausgaben, den 22. Mai 1678 für Unkosten, so in Visitierung der Viertelladen Prugg an der Leytta und Kayl. Stainbruch aufgangen. . 8 Gulden 17 Kreuzer.

Im Brucker Zechbuch erhält man auch Auskünfte über Kaisersteinbrucher und Sommereiner Meister, besonders der Familie Kru(c)kenfellner. Die Sommereiner Meister waren bis 1781 dem Handwerk der Steinmetzen und Maurer in Kaisersteinbruch zugeordnet. Ab dem 7. Oktober 1781 wurden diese Meister auf allerhöchsten Befehl der Lade des Brucker Handwerkes inkorporiert.

Brucker Lager

Im Jahr 1863 wurde im k.k. Kriegsministerium beschlossen, auf den Wiesen zwischen Pachfurth und Rohrau in der Zeit vom Mai bis Oktober ein Zeltlager für sechs Brigaden einzurichten. Die dort untergebrachten Soldaten hatten in diesen Monaten oft Gelegenheit, die nahegelegene Stadt Bruck zu besuchen. Die Brucker waren von der großen Anzahl dieser Besucher sehr beeindruckt, vor allem Geschäftsleute und Gastwirte erkannten rasch, dass sich hier eine Gelegenheit auftat, neue Kunden zu gewinnen und viel Geld verdienen zu können. Die Brucker merkten, dass hier im Osten Österreichs ein größeres Übungslager errichtet werden sollte, um den verschiedenen Truppenteilen, den Offizieren und Soldaten, eine Schieß- und Gefechtsausbildung vermitteln zu können.

Die Brucker bewarben sich um die Errichtung dieses geplanten Truppenlagers, und bereits 1865 kamen die Vorverhandlungen zum Abschluss. Die Heeresverwaltung forderte aber, nur mit einem einzigen Gesprächspartner, nämlich der Stadtgemeinde Bruck, zu verhandeln. Es sollte das ganze Lagergebiet mit einem Schlag abgegeben werden. Die Stadt musste mit 288 Einzelbesitzern Verhandlungen führen, der Sappberg war ja Weinbaugebiet, und die Weinhauer fürchteten, ihre Existenz zu verlieren. Aber die Preise für die anzukaufenden Gründe waren für die damaligen Verhältnisse sehr hoch, und so waren die Bauern bald bereit zu verkaufen. Die Geschäftsleute waren natürlich voll und ganz für dieses Projekt und auch die Grafen Harrach und Batthyány, die mit dem Militär direkt verhandelten, waren verkaufsbereit.

Am 20. April 1866 traf die kaiserliche Genehmigung ein, und dieser Tag kann als das eigentliche Datum der Errichtung des Brucker Lagers gelten. Nach Klärung aller Punkte wurde am 8. Jänner 1867 der Kaufvertrag unterzeichnet.

1867 wurde das Brucker Lager errichtet, welches bis zum Ersten Weltkrieg als Garnison unter anderem vom bosnisch-herzegowinische Feldjäger-Bataillon benutzt wurde. Es lag ganz auf dem rechten Ufer der Leitha auf ungarischem Boden, also in Bruck-ungarische Seite; die später entstandene Gemeinde Bruck-Neudorf, später Királyhida, das heißt Königsbrücke, gab es noch nicht.

Erster Weltkrieg

Die Forderungen des Brucker Lagers nach mehr Übungsgelände führten zu Verhandlungen des Stiftes Heiligenkreuz als Grundeigentümer von Kaisersteinbruch samt Ortsteil Königshof mit dem Militärärar. Am 31. Oktober 1912 fanden die von Abt Gregor Pöck verantworteten Verkaufsverhandlungen ihren Abschluss und das Gebiet der Steinbrüche wurde dem k.u.k. Kriegsministerium übergeben. Das Stift erhielt dafür 3.500.000 Kronen und steirische Waldgebiete.

Auf diesem Boden wurde im Ersten Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager für ca. 3.000 Soldaten errichtet, in der Folge im Ständestaat ein Anhaltelager, im Zweiten Weltkrieg das Stalag XVII A, mit ca. 73.000 Soldaten eines der größten Lager im gesamten Reichsgebiet. Die politische Gemeinde Kaisersteinbruch existierte nicht mehr.

Zweiter Weltkrieg

Ab Oktober 1944 wurden ungarische Juden sowie Zwangsarbeiter aus anderen Ländern zu Schanzarbeiten am „Südostwall“ im Bauabschnitt Bruck an der Leitha eingesetzt. Die ungarischen Juden wurden in verschiedenen Scheunen, die sich an der Fischamender Straße und „Am Stadtgut“ befanden, untergebracht. Ein weiteres Lager soll am Heidehof in Bruckneudorf bestanden haben. Zwischen dem 5. Dezember 1944 und dem 26. März 1945 starben 155 ungarische Juden in Bruck vor allem an Kälte, Erschöpfung und Unterernährung. Am 29. März 1945 erfolgte die Evakuierung der jüdischen Zwangsarbeiter auf einem Todesmarsch über Bad Deutsch Altenburg in Richtung des KZ Mauthausen.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Museen

  • Kunstturm in der Wiener Gasse
  • Museum Ungar-Turm
  • Museum Burg
  • Pfarrmuseum
  • Bauernmuseum
  • Vogelmuseum
  • Feuerwehrmuseum

Parks

Freizeit und Sport

  • American Football Team Carnuntum Legionaries
  • Basketballverein UKJ Foxes Bruck
  • Eishockeyverein European Hockey Club Lions
  • Fußballverein ASK Bruck an der Leitha
  • Fußballverein SC Wilfleinsdorf (2. Klasse Ost)
  • Leichtathletik HSV
  • Pfadfindergruppe Bruck an der Leitha
  • Tennisverein Bruck an der Leitha UTC
  • Turn- und Sportunion Bruck an der Leitha

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Wichtigster Betrieb ist heute eine Heimtiernahrungsfabrik der Firma Mars Austria OG, einer Tochter von Mars Incorporated.

Früher war in Bruck neben Tulln an der Donau und Siegendorf im Burgenland eine der wichtigsten Zuckerfabriken der Ostregion. Diese wurde aber in den 1980er Jahren geschlossen. Auf dem Gelände entstand die Ölmühle, die einen großen Teil des österreichischen Biodiesels herstellt.

An der A4 gibt es ein Fachmarktzentrum, rund um den Hauptplatz und die Fußgängerzone in der Innenstadt Geschäfte.

Aus dem Jahr 2003 gibt es einen Fördervertrag zwischen ecoplus, Stadtgemeinde Bruck und Regionalinitiative Brucker Werbegemeinschaft sowie der Wirtschaftskammer Niederösterreich, auf den die Gründung der C!TY-Bruck GmbH begründet ist.

In der Gemeinde befindet sich der Windpark Bruck an der Leitha.

Verkehr

Öffentliche Einrichtungen

Bildung (Auswahl)

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 33 Mitglieder.

Bürgermeister

Wappen

Das aktuelle Wappen wird seit 2010 verwendet. Blasonierung:

Ehemaliges Wappen

Gemeindepartnerschaften

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bruck an der Leitha

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