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http://www.traun.at/

Traun ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Linz-Land und ist mit Einwohnern (Stand ) die fünftgrößte Gemeinde in Oberösterreich. Traun liegt im Alpenvorland auf einer Seehöhe von rund 270 m.

Geografie

Das Stadtgebiet liegt auf 273 m Höhe im Oberösterreichischen Zentralraum und grenzt unmittelbar an die Stadt Linz sowie an mehrere Gemeinden des Bezirks Linz-Land. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,5 km, von West nach Ost 5,1 km. Die nördliche Stadtgrenze bildet die Wiener Straße B1 und die südliche die Traun. Diese prägt das Stadtbild und bildet stellenweise natürliche Grün- und Erholungsräume. Teile des Stadtgebietes bestehen aus Siedlungsflächen, Industrie- und Gewerbegebieten sowie landwirtschaftlich genutzten Flächen (48,1 %). Die Gesamtfläche beträgt 15,4 km² und 11,7 % davon sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Stadtgebiet umfasst vier Stadtteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Diese vier Stadtteile sind durch die rege Bautätigkeit der letzten Jahre immer enger zusammengewachsen. Als fünfter Ortsteil tritt noch die Ortschaft Neubau (mit Einwohnern im Gemeindegebiet Trauns) an der Grenze zu Hörsching hinzu. Einzige Katastralgemeinde ist Traun.

Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Traun.

Nachbargemeinden

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Traun war bereits in der Vor- und Frühgeschichte besiedelt. Archäologische Funde deuten auf eine Nutzung des Raumes in der Hallstatt- und Latènezeit hin, womit eine Besiedlung durch keltische Bevölkerungsgruppen als wahrscheinlich gilt. Die Lage an der Traun begünstigte frühe Siedlungs- und Verkehrsstrukturen.

Zur Zeit des Römischen Reiches lag das Gebiet im Einflussbereich der Provinz Noricum. In der Umgebung von Traun verliefen römische Verkehrswege, die den Donauraum mit den Alpenregionen verbanden. Einzelne Funde weisen auf landwirtschaftliche Nutzung und Siedlungstätigkeit in dieser Epoche hin, auch wenn kein geschlossenes römisches Stadtzentrum nachgewiesen ist.

Im Frühmittelalter entwickelte sich im Raum Traun eine bäuerlich geprägte Siedlungsstruktur. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Mittelalter. Über Jahrhunderte blieb Traun vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, wobei der Fluss Traun eine wichtige Rolle für Mühlen, Fischerei und lokale Wirtschaft spielte. Erst mit der Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert setzte eine stärkere wirtschaftliche und demografische Entwicklung ein.

Traun ist ein beliebter Wohnort geworden, da die Stadt über eine gute Infrastruktur, wie hohe Wohnqualität, schulische Einrichtungen, große Einkaufsmöglichkeiten, viele sportliche und kulturelle Angebote, Bezirksbehörden und eine rasche Verkehrsanbindung an die nahe Landeshauptstadt Linz und an die Autobahnen A1 und A25 verfügt.

In den 2010er- und 2020er-Jahren wurden in Traun mehrere zentrale städtebauliche und infrastrukturelle Projekte realisiert, die das Stadtbild und die urbane Nutzung verändert haben. Der Kulturpark Traun verbindet das historische Schloss Traun mit dem neu errichteten Veranstaltungszentrum Spinnerei, das Platz für mehrere hundert Besucher bietet und als Veranstaltungs- und Kulturort genutzt wird. Die Umgestaltung und Revitalisierung dieser Bereiche erfolgten schrittweise, wobei der Kulturpark heute einen der wichtigsten Kulturstandorte der Stadt darstellt. Im Bereich dieser Neuentwicklungen sind auch Einrichtungen wie die Arbeiterkammer Oberösterreich und das Arbeitsmarktservice (AMS) Traun angesiedelt. Der Neubau des AMS am Madlschenterweg wurde nach dem Spatenstich im Mai 2016 nach rund einem Jahr Bauzeit im Juni 2017 eröffnet und umfasst etwa 2 400 m² Nutzfläche. Der Hauptplatz der Stadt wurde im Rahmen einer städtebaulichen Erneuerung neu gestaltet, wobei die Verlängerung der Straßenbahnlinie bis zum Schloss und neue Aufenthalts- und Begegnungszonen einen modernisierten öffentlichen Raum schaffen. Im Stadtteil St. Dionysen wurde das Stadtteilzentrum Weidfeld (STZ Weidfeld) gebaut, ein auf etwa 19 000 m² Fläche entwickeltes Zentrum mit Handels-, Dienstleistungs-, Gesundheits- und Frei- und Begegnungsräumen. Es wurde offiziell am 13. Mai 2022 eröffnet und dient als lokales Versorgungs- und Begegnungszentrum im nördlichen Stadtgebiet.

Die Stadt Traun ist seit 1994 im Sinne einer gesunden Umwelt „Klima-Bündnis-Gemeinde“ und auch „Fahrradfreundliche Gemeinde“.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Bei der Arbeitsstättenzählung der Statistik Austria mit Stichtag 15. Mai 2001 wurden 892 Arbeitsstätten (darunter 12 mit mehr als 100 und 6 mit mehr als 200 Beschäftigten) mit insgesamt 10.029 Beschäftigten gezählt. Das sind zwar 21,9 Prozent mehr Arbeitgeber als 1991, aber zwei Prozent weniger Beschäftigte.

Ansässige Unternehmen

Das bekannteste hier ansässige Unternehmen ist der PEZ-Erfinder und -Hersteller Haas (seit 1915), mit ca. 70 Mitarbeitern in Traun.

Wichtige Industriebetriebe sind Internorm (Fensterproduzent), delfort (Papierfabrik, Zigarettenpapierhersteller für das Mundstücksbelagspapier), Gabler Band (Hersteller für Textilzubehör), HAKA Küche (Küchenhersteller), Transgourmet Österreich (ehemals C+C Pfeiffer, Lebensmittelgroßhandel, Abholgroßmarkt), Laska (Fleischereimaschinen), Voith (Kranbau), C. Bergmann (Baustoffunternehmen), sowie viele mittelständische Betriebe.

Hi-Tech for Gamers, mit Firmensitz in Traun, bietet seit 40 Jahren Fertig-PCs an und gehört damit zu den ältesten noch aktiven Anbietern in diesem Geschäftsbereich im deutschsprachigen Raum.

Verkehr

Die Stadt ist über die West Autobahn A1 und die Welser Autobahn A25 über die Anschlussstellen Ansfelden bzw. Traun zu erreichen. Weitere wichtige Straßen sind die Wiener Straße B1 und die Kremstal Straße B139. Eine wesentliche Verkehrsentlastung für das Zentrum brachte die 1999 eröffnete Umfahrung Traun.

Der Bahnhof Traun und der Bahnhof St. Martin liegen an der Pyhrnbahn (Linz–Graz). Der Flughafen Linz-Hörsching liegt in der Nähe.

Die Straßenbahnlinien 3 und 4 der Straßenbahn Linz führen über den Bahnhof Linz durch Leonding, Pasching und über die Trauner Kreuzung (Ende Linie 3) zum Schloss Traun (nur Linie 4). Die Verlängerung bis zur Stadtgrenze wurde im Februar 2016, bis zum Schloss Traun am 10. September 2016 eröffnet.

Die vier Stadtviertel sind untereinander und mit dem Zentrum durch die vier Linien des „City-Bus“ erreichbar.

Außerdem ist Traun mit Linz und Linz-Land durch die Busse der Wilhelm Welser Verkehrsbetriebe Traun verbunden. Diese sowie der City-Bus sind am Trauner Hauptplatz miteinander verknüpft. Weiters bedient die Linie 43 des Linzer Oberleitungsbusses die Strecke vom Linzer Zentrum bis zum Stadtfriedhof Linz im Trauner Stadtteil St. Martin.

Durch seine günstige Verkehrslage, der Nähe zu der Landeshauptstadt Linz und seiner Wirtschaftsbedeutung hat sich in Traun eine rege Hotellerie und Gastronomie entwickelt.

Öffentliche Einrichtungen

Soziale Einrichtungen:

Bezirksbehörden und Einrichtungen:

Freizeit und Sport

Politik

Der Gemeinderat hat 37 Mitglieder.

Bürgermeister

Wappen

Das Gemeindewappen ist folgendermaßen beschrieben:

: Gespalten von Silber und Schwarz mit einem anstoßenden Antoniuskreuz in gewechselten Farben.

Gemeindefarben: Rot-Weiß

Das von Franz Krenn aus Traun entworfene Wappen wurde der Gemeinde am 15. Februar 1971 verliehen. Es basiert auf dem Stammschild der Herren von Traun, späterhin Grafen von Abensperg und Traun, und zeigt ein stilisiertes „T“, welches heraldisch als Antoniuskreuz beschrieben wird.

Durch die Stadterhebung im Jahre 1973 erfolgte keine Änderung des Gemeindewappens und der Gemeindefarben.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Traun_(Stadt).

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

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